Bernd Freemann (FDP): „Suizidprävention darf kein Opfer grüner Finanztricks werden – Bremen muss zahlen!“

Dalle Symbolbild

Die FDP-Fraktion fordert den Bremer Senat auf, die vollständige Finanzierung des Nachtcafés in Bremerhaven sicherzustellen.

„Das Nachtcafé ist eine unverzichtbare Anlaufstelle für Menschen in psychischen Krisen. Hier wird nicht diskutiert, hier wird geholfen – schnell, konkret, unbürokratisch. Wer jetzt die Finanzierung kappt, gefährdet Menschenleben“, sagt Bernd Freemann, Vorsitzender der FDP-Fraktion Bremerhaven.

Hintergrund ist der Versuch des Landes Bremen, die Finanzierung des Angebots auf Bremerhaven abzuwälzen – und das ausgerechnet in einer Zeit, in der die Stadt durch den grünen Finanzsenator zu Einsparungen in Höhe von 20 Millionen Euro jährlich gezwungen wird. „Das ist nicht nur verantwortungslos, das ist ein doppelter Schlag ins Gesicht: Erst wird uns der Rotstift diktiert – dann sollen wir für Landesaufgaben auch noch zahlen.“

Freemann weiter: „Wir reden hier nicht über Millionen, sondern über 14.000 Euro – für ein Angebot, das Menschen in akuten Lebenskrisen auffängt. Dass das Land Bremen dazu nicht bereit ist, während gleichzeitig neue Belastungen auf unsere Stadt abgewälzt werden, ist ein politischer Offenbarungseid.“

Besonders widersprüchlich ist die Rolle der Grünen: Während Ralph Saxe öffentlich einen Runden Tisch zur Suizidprävention fordert, blockiert dieselbe Partei auf Landesebene die Weiterfinanzierung eines funktionierenden Hilfsangebots. „Das passt einfach nicht zusammen. Wer Prävention ernst meint, darf solche Angebote nicht austrocknen lassen.“

Abschließend stellt Freemann klar: „Suizidprävention darf nicht zum Spielball politischer Taktik werden. Wenn man ein solches Projekt fallenlässt, scheitert man nicht nur finanziell – sondern menschlich.“